Ihre Fachpraxis für
Allgemeinchirurgie und Koloproktologie in Bottrop und Umgebung!

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Offene Sprechstunde: Dienstags von 08:00 bis 13:00 Uhr

Was ist Koloproktologie?

Koloproktologie ist die Behandlung von Erkrankungen im Enddarm und Dickdarm. Die Behandlung erfordert eine sehr umfangreiche Ausbildung und ist ein besonders sensibler Bereich der Medizin – nicht nur, weil der Darm generell ein empfindliches Körperteil ist, sondern auch, weil man sehr ungern über solche Leiden spricht. Wir möchten Ihnen einen kurzen Überblick über unsere proktologischen Leistungen geben und die häufigsten Diagnosen (wie zum Beispiel Inkontinenz und Hämorrhoiden) aufzählen.

Proktologische Erkrankungen

  • Hämorrhoiden

  • Analfissur (Afterriss)

  • Analthrombose

  • Analfisteln

  • Condylome (Feigwarzen)

  • Verstopfung / Entleerungsstörung

  • Divertikelkrankheit

  • Morbus Crohn

  • Marisken

  • Stuhlhalteschwäche (Inkontinenz)

  • Hauterkrankung der Analregion (wie zum Beispiel perianales Ekzem)

  • Darmpolypen

  • Colitis ulcerosa

  • Stuhlentleerungsstörungen

  • Mastdarmkrebs

  • Dickdarmkrebs

  • Analkrebs

  • Erkrankung des Beckenbodens

Leistungsspektrum

  • Analkanalspiegelung (Proktoskopie)

  • Mastdarmspiegelung (Rektoskopie)

  • Anorektale Funktionsdiagnostik

  • Hämorrhoiden-Verödung

  • Gummiband-Ligaturen

  • Ultraschall- untersuchung des Analkanals und des unteren Mastdarmes (Endosonografie)

  • Minimal invasive Chirurgie

  • Behandlung der Analfissur

  • Ambulante Operationen in Narkose und in lokaler Betäubung

  • Analfistel-Operationen

  • Hämorrhoiden-Operationen

  • Steißbeinfistel-Operationen

Unsere Praxis ist spezialisiert auf die Koloproktologie. Während unsere Fachchirurgen angesehene Experten im Bereich der Allgemeinchirurgie sind, beschäftigt sich unsere Praxis größtenteils mit Beschwerden im Darmbereich.

Erläuterungen zu häufigen Krankheitsbildern

 und Behandlungen

Woraus können Hämorrhoiden entstehen?

Bei Hämorrhoiden handelt es sich um Schwellkörper, die ringförmig unter der Schleimhaut im Analkanal liegen. Sie helfen dem Schließmuskel bei der inneren Abdichtung des Afters und erfüllen damit eine wichtige Funktion im menschlichen Körper. Wenn sich diese Gefäße mit Blut füllen und vergrößern, spricht man von einem Hämorrhoidialleiden. Dieses Gesundheitsproblem ist weit verbreitet und wird häufig durch eine angeborene Bindegewebsschwäche verursacht. Auch die modernen Ernährungsgewohnheiten mit ballaststoffarmen Lebensmitteln, mangelnde körperliche Bewegung oder Übergewicht können dazu beitragen. Weitere Faktoren sind starkes Pressen beim Stuhlgang und zeitlich ausgedehnte Toilettengänge.

Behandlung von Hämorrhoiden

Hämorrhoiden sind grundsätzlich gut therapierbar und können in den meisten Fällen sofort behandelt werden. Ihr Facharzt für Proktologie wird auf Basis des Untersuchungsergebnisses einen Behandlungsplan erstellen. 


Bei geringer Vergrößerung, also im ersten oder zweiten Stadium, wird meist eine Verödung durchgeführt. Diese Art der Behandlung wird auch als Sklerosierungstherapie bezeichnet und muss in manchen Fällen wiederholt werden, bis eine vollständige Beschwerdefreiheit vorliegt. Bei etwas größeren Befunden erfolgt meist mit der sogenannten Gummibandligatur nach Baron eine Abbindung der Hämorrhoiden. Dieses Behandlungsverfahren ist in aller Regel schmerzfrei und erzielt sehr gute Ergebnisse. In seltenen Fällen kann es, wenn der Gummiring nach einigen Tagen wie gewünscht abfällt, zu Blutungen kommen. Nach der Behandlung durch Ihren Facharzt wird Ihnen zur Vorbeugung eine Umstellung der Ernährung empfohlen. Besonders wichtig ist eine ausreichende Trinkmenge von mindestens 1,5 bis 2 Litern pro Tag. 


Ihre Ernährung sollten Sie mit Ballaststoffen zur Stuhlgangsregulierung, wie etwa Flohsamenschalen, ergänzen. Auch eine Änderung des Stuhlverhaltens wird zur Verbeugung erneuter Beschwerden sinnvoll sein. Je besser und zügiger der Darm entleert werden kann, umso besser ist dies für Ihre Hämorrhoiden.

Operationsmethoden bei einer Hämorrhoidenentfernung

Eine Operation wird bei Hämorrhoiden nur im 4. Stadium vorgenommen oder wenn durch eine konservative Behandlung keine Beschwerdefreiheit erreicht wurde. Dabei wurden in den vergangenen Jahren moderne Verfahren entwickelt, die zu einer deutlichen Verringerung der Beschwerden nach der Operation führten. 


Sehr schonend und schmerzarm ist die Hämorrhoiden-Arterien-Ligatur (HAL), bei der die Hämorrhoidenarterien mit einer feinen Ultraschallsonde aufgespürt und dann vorsichtig unterbunden werden. Für diesen Eingriff ist keine Narkose nötig. 


Die zweite Möglichkeit der operativen Behandlung ist die sogenannte Longo-Methode. Hier werden die Hämorrhoiden mit einem speziellen Klammernahtgerät, auch Stapler genannt, entfernt.

Anale Beschwerden und Fisteln

Ein häufiges Behandlungsthema in unserer Praxis sind anale Beschwerden. In der Regel wird zur Feststellung (Diagnose) eine Spiegelung des Analkanals vorgenommen. Ob weitere Spezialuntersuchungen wie z.B. Ultraschalluntersuchungen oder eine Darmspiegelung vorgenommen werden müssen, kann erst nach der ersten Untersuchung entschieden werden.

Fisteln wie zum Beispiel Steißbeinfisteln sind eine erworbene Erkrankung der Haut. Es gibt unterschiedliche Ansichten über die Entstehung einer solchen “Sinus pilonidalis”. Wahrscheinlich sind es abgebrochene Haare, die durch die Reibebewegungen der Gesäßhälften die Haut durchbohren und eine Entzündung auslösen. Da diese Erkrankung oft sehr schmerzhaft ist und die Fistel oft eine trüb-blutige Flüssigkeit absondert, wird sie häufig behandelt und operativ entfernt.

Unangenehmes Thema: Stuhlinkontinenz

Kaum eine Krankheit ist für Patienten mit so vielen Tabus verbunden wie das Thema Stuhlinkontinenz. Dabei sind deutlich mehr Menschen davon betroffen, als Sie vielleicht annehmen würden, nämlich rund fünf Prozent aller Deutschen. Viele sprechen nicht darüber und bleiben mit ihren Beschwerden alleine, dabei ist die Krankheit häufig sehr gut behandelbar. Stuhlinkontinenz bedeutet, dass die ursprüngliche Fähigkeit, den Stuhl ort- und zeitgerecht abzusetzen, verloren gegangen ist. Dann entweichen Winde, flüssiger oder fester Stuhl und die Patienten leiden darunter, den Zeitpunkt der Entleerung nicht mehr selbst bestimmen zu können. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der unwillkürlichen und der unwillkürlichen Form. Erstere wird auch als Stuhldranginkontinenz bezeichnet, wofür häufig eine Schwäche des äußeren und willkürlichen Schließmuskels zugrunde liegt. Hier besteht meist noch eine gewisse Kontrollmöglichkeit über die Stuhlentleerung. Die unwillkürliche Form begründet hingegen auf einer Schwäche des inneren Schließmuskels. Eine Sonderform ist das sogenannte Stuhlschmieren nach dem Stuhlgang.

Stuhlinkontinenz

Mehrere mögliche Ursachen kommen für die Erkrankung in Frage. Daher sollten Sie vom Facharzt eine sorgfältige Anamnese durchführen lassen, wenn Sie das Gefühl haben, Ihren Stuhlabgang nicht mehr gut einhalten zu können. Anfangs fällt manchen Patienten auf, dass sie Ihre Winde nicht gut kontrollieren können oder dass sie Stuhldrang ohne anschließende Entleerung verspüren. Auch schmerzhafter Hautausschlag am Analbereich, der durch unbemerkten Stuhlverlust entstehen kann, zeigt sich bei manchen Betroffenen.


Zu den möglichen Ursachen für die Erkrankung zählen Schädigungen im Bereich des Schließmuskels ebenso wie altersbedingte Veränderungen des Beckenbodens und Folgen von
Tumorerkrankungen am Enddarm oder Beckenboden. Auch nach Analfistel-Operationen oder infolge chronischer Durchfälle, die zu einer einer Überlastung des Schließmuskels führen, können Sie daran erkranken. Weitere mögliche Ursachen sind fortgeschrittene Hämorrhoidalleiden sowie Rektumvorfälle.

Behandlung von Stuhlinkontinenz

Stuhlinkontinenz ist sowohl konservativ als auch operativ gut behandelbar. Wichtig ist die sorgfältige Abklärung durch Ihren Arzt, da besonders für die konservative Behandlung die Feststellung der Ursache sehr wichtig ist. Als Basistherapie gelten Stuhlregulierung und Eindickung des Stuhlgangs. Dazu gehören meist eine Umstellung der Ernährung ebenso wie krankengymnastische Behandlungen. 


Besonders gute Erfolge erzielt man mit einer Trainingstherapie mittels Biofeedback / Elektrostimulation. Hierbei lernen Sie Kräftigungsübungen für den Schließmuskel, die anfangs unter Anleitung und dann täglich selbständig durchgeführt werden. Eine operative Therapie ist nur in den seltenen Fällen erforderlich, wenn eine vorangegangene konservative Therapie keine Besserung erzielt  hat oder die besondere Ursache, wie etwa ein Rektumprolaps, nur per Operation beseitigt werden kann.

Darmkrebs: Vorsorge und Nachsorge

Darmkrebs ist ein wichtiges Thema der Proktologie und somit auch ein Schwerpunkt in unserer Praxis.

Die Vorsorge ist wie bei allen Krebsarten die beste Art und Weise, die Krankheit bereits sehr früh zu erkennen und direkt mit der richtigen Behandlung zu beginnen. Je früher Krebserkrankungen des Darmes erkannt werden, desto besser stehen die Heilungschancen.

Die richtige Nachsorge von Darmkrebserkrankungen ist ebenso wichtig, um dauerhafte Behandlungserfolge sicher zu stellen.

In unserer Praxis erhalten Sie die optimale Beratung zur Früherkennung, Behandlung und Nachsorge.

Ambulante Proktologische Eingriffe

Kleinere proktologische Eingriffe (wie z.B. Schwellungen am Afterrand, so genannte Perianalthrombosen) können direkt ambulant mit lokaler Betäubung erfolgen. Geplante Eingriffe werden in Absprache mit unserem Anästhesisten durchgeführt.